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Fermentation 101 · Der Leitfaden

Warum
dein Bauch
liebt langsam
Dinge

Ein ehrlicher Leitfaden, ganz ohne Laborkittel, der Ihnen zeigt, was wirklich in einer Flasche Kombucha oder einem Glas Kimchi passiert. Langsam, lebendig, ein bisschen wild und erstaunlich gesund.

live

Kulturen in jeder Charge

3.500

jahrelanges Gären

70%

Ein Teil des Immunsystems sitzt im Darm.

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guide

15

articles

↑ it bubbles, it's alive!

Das absolute Muss

Drei Schritte,
und Sie kennen das Wesentliche

Wenn Sie 90 Sekunden dieser Seite gelesen haben, lesen Sie diese drei Karten. Der Rest ist für Neugierige.

01

Bakterien und Hefen
kochen

Laktobazillen, Acetobacter, Leuconostoc und auch wilde Hefen: Eine ganze Mikrowelt wandelt Zucker in Säuren, Gase und Aromen um. Kochen im Kleinen. Kein Koch, kein Rezept, nur geduldige Chemie.

02

Nichts ist
pasteurisiert

Durch Pasteurisierung würden die Kulturen abgetötet, die ein fermentiertes Produkt genießbar machen. Trotz des Mehraufwands, der Kühlkette und der kürzeren Haltbarkeit verzichten wir daher darauf. So erhalten Sie alle Produkte frisch und gekühlt – Woche für Woche geliefert.

03

Dein Bauchgefühl
übernimmt

Ein vielfältiges Mikrobiom unterstützt Verdauung, Stimmung und Immunsystem. Fermentation ist keine Zauberei: Sie fördert die bakterielle Vielfalt und aktiviert Enzyme, die wir seit 50 Jahren vergessen haben.

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Was bewirkt die Gärung?

Bei genügend Zeit
alles
Änderungen

Jahrhundertelang nutzten wir Fermentation, um Lebensmittel vor dem Verderben zu bewahren. Doch die Mikroorganismen leisten mehr als nur Konservierung: Sie erschließen neue Aromen und Texturen, verbessern die Nährstoffaufnahme und reichern die Lebensmittel mit lebenden Kulturen an.

Diese Kulturen liebt unser Darm. Wir füttern sie, und sie füttern uns im Gegenzug. Derselbe unauffällige Prozess steckt hinter allen vier unserer Fermente.

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Zucker
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H2O
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Salz

↓ Zeit

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Säuren
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CO2
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Enzyme
Rohkost + Kulturen + Zeit → lebendig

vor

Kombucha · herb & prickelnd

Tibicos · leicht & prickelnd

Kimchi · sauer & knackig

Tempeh · fest & nussig

nach

Der Wortschatz

Die Worte,
ohne Fachjargon

→ 15 Wörter, die man kennen sollte

Kombucha

Getränk · fermentiert

Kombu-Cha

Süßer Tee, fermentiert mit einem SCOBY. Leicht säuerlich und prickelnd. Der Name stammt vermutlich vom japanischen „Konbu-cha“ (Seetangtee). Ursprünglich aus Ostasien, über 2000 Jahre alt.

Tibicos

Getränk · fermentiert

ti·bee·kos

Zuckerwasser und Früchte, fermentiert mit lebenden Kefirkörnern, auch Wasserkefir genannt. Die Körner wurden traditionell auf den Blättern des Opuntienkaktus (Feigenkaktus) gefunden. Leicht und sanft prickelnd.

SCOBY

Kultur · symbiotisch

skoh·bee

„Symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefen“: die gelartige Scheibe auf der Oberfläche des Kombuchas. Sie ist die Produktionsstätte. Wir pflegen sie, nähren sie und geben sie weiter.

Kimchi

Lebensmittel · milchsauer vergoren

Kimchi

Koreanisches, milchsauer vergorenes Gemüse. Chinakohl mit Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer und Chili. Frisch, knackig und voller Milchsäurebakterien.

Tempeh

Lebensmittel · fermentiert

tem·pay

Saisonale Bohnen, die durch die Sporen des Pilzes Rhizopus oligosporus zusammengehalten werden. Ursprünglich aus Indonesien. Bilden einen festen, proteinreichen Block, der sich in Scheiben schneiden und grillen lässt. Wir verwenden je nach Saison unterschiedliche Bohnensorten.

Milchsäuregärung

Verfahren

Milchfermentation

Fermentation durch Milchsäurebakterien. Ohne Hitze. Zucker wird in Milchsäure umgewandelt. Die Methode hinter Kimchi, Sauerkraut und vielem mehr.

Probiotika

Gesundheit · Biologie

pro·by·ot·ic

Ein lebender Mikroorganismus, der nach dem Verzehr dem Wirt nützt. Alle unsere Produkte sind reich an natürlichen Probiotika, nicht an solchen in Kapselform.

Präbiotikum

Gesundheit · Biologie

präbyotisch

Ballaststoffe, die Ihre guten Bakterien lieben. Topinambur, Knoblauch, Zwiebeln, grüne Bananen. Nahrung für das Mikrobiom.

Mikrobiom

Gesundheit · Biologie

my·kro·by·ome

Alle Mikroorganismen, die in und auf Ihrem Körper leben. Ihre Gesamtheit ist einzigartig. Sie besteht aus etwa 100 Billionen Zellen, mehr als Ihre eigenen.

pH

Messen

pee·aych

Säuregehalt. Reifer Kombucha: pH 2,5–3,5. Dieser Säuregehalt konserviert das Produkt auf natürliche Weise, Konservierungsstoffe sind nicht erforderlich.

Impfung

Verfahren

in·ock·you·lay·tion

Die Fermentation wird durch Zugabe einer lebenden Kultur zu einem frischen Substrat gestartet. Wir haben dafür 10 % der vorherigen Charge sorgfältig aufbewahrt.

die Ragis

Unser Wort

rah·gee

Unsere sogenannten lebenden Kulturen – die Bakterien und Hefen, die in jeder Flasche und jedem Glas die Arbeit verrichten – werden von uns am Leben erhalten, gefüttert und von einer Charge zur nächsten weitergegeben.

Sporen

Biologie

Sporz

Die Fortpflanzungszellen eines Pilzes. Streut man Rhizopus- Sporen über gekochte Bohnen, gibt man Wärme und Zeit hinzu, und sie verbinden die Bohnen zu Tempeh.

Postbiotisch

Gesundheit · Biologie

post·by·ot·ic

Die guten Verbindungen, die Bakterien bei der Fermentation hinterlassen: organische Säuren, Enzyme, Peptide. Diese sind auch noch vorhanden, nachdem die lebenden Kulturen abgestorben sind.

Startkultur

Verfahren

Start

Die lebende Kultur, die man hinzufügt, um eine neue Charge anzusetzen: etwas Kombucha vom Vortag, Wasserkefirkörner oder Sporen für Tempeh. Sie enthält die Mikroorganismen, die die Arbeit verrichten.

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Der Darm – was er wirklich tut

Weit mehr als nur Sanitärinstallationen

Ihr Darm ist gleichzeitig ein zweites Gehirn, ein Immunsystem und ein Mini-Ökosystem. Die Fermentation bietet ihm genau das, was er braucht: Vielfalt.

01
Verdauung.

Zersetzt Nahrung, nimmt Nährstoffe auf. Fermente helfen bei der Vorverdauung.

Säure

02
Immunität.

70 % der Immunzellen sind hier angesiedelt. Ein vielfältiges Mikrobiom bedeutet flexible Abwehrkräfte.

Diversität

03
Stimmung.

Rund 90 % des Serotonins, des „Glückshormons“, werden im Darm produziert. Das „zweite Gehirn“ ist nicht nur eine Metapher.

Darm-Hirn-Achse

04
Vitamine.

Ihre Bakterien produzieren Vitamin K, Vitamin B12 und Biotin. Ohne sie hätten wir einen Mangel.

Synthese

05
Stoffwechsel.

Das Mikrobiom beeinflusst Gewicht, Blutzucker und Entzündungen. Nicht alles, aber vieles.

Kaskade

Der vollständige Leitfaden

15 Artikel,
eine selbstgemachte Enzyklopädie

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Sobald neue Beiträge veröffentlicht wurden, erscheinen diese hier.
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FEATURE · 14 MINUTEN LESEZEIT

Der Darm,
dieses zweite Gehirn

Serotonin, Darm-Hirn-Achse, Mikrobiom und Stimmung: Eine leicht verständliche Betrachtung dessen, was die Forschung tatsächlich sagt und was nicht. Wir stellten uns die Fragen, die wir uns selbst stellten, und analysierten anschließend die Studien.

Fermente allein heilen keine Krankheiten. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen natürlichen Probiotika hingegen zeigt deutliche Wirkung. Das sagt die Forschung im Jahr 2026.

Für juckende Hände

Probier es aus
zu Hause

Zwei Startersets für Einsteiger, beide ideal für Anfänger. Jedes Set enthält einen lebenden Starter (kein gefriergetrocknetes Pulver) und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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• beide Sets −10 % • CHF 73 → 65,70

Haben Sie noch Fragen?

Die Fragen
die immer wieder auftauchen

Nicht gefunden? Fragen Sie uns, vielleicht machen wir einen Artikel daraus.

  • A little, yes. Fermentation always makes some alcohol, and our live drinks land roughly between 0.5% and 1.2% vol, more than a ripe banana, far less than a beer. That small amount, together with the acidity, is part of what preserves the drink naturally, no additives needed.

  • Our live drinks aren't pasteurised, and they carry a little alcohol (roughly 0.5-1.2%). For both reasons, as a precaution, we suggest avoiding kombucha and tibicos during pregnancy and breastfeeding. Kimchi isn't pasteurised either, so during pregnancy we'd keep it to cooked dishes, stirred through a soup, stir-fry or fried rice where the heat settles things. Tempeh is always cooked before you eat it, so it's fine. When in doubt, ask your midwife.

  • Most of the sugar is eaten during fermentation, so our kombuchas finish low in sugar, less than an apple. Keto-friendly in moderation. Tempeh is essentially sugar-free. Our kimchi has a little fruit in it (some apple), so it isn't strictly sugar-free, though the amount is small and much of it is eaten during fermentation.

  • Our live drinks carry a little alcohol (see above), so we don't recommend kombucha or tibicos for young children. The foods are different: mild kimchi, without chilli, works from around age 5-6, and tempeh, like other proteins, from around age 1, then to taste.

  • A little bit, yes, with some nuances. Like cooking, fermentation transforms raw ingredients and changes their flavour, texture and how easy they are to digest, which is why it's sometimes called "cooking without heat." The nuance: cooking uses heat, while fermentation uses living microbes and time, and it leaves the food alive, cultures and all, rather than cooked. Same idea (transforming food), different method.

  • There's no magic dose. A little, most days, does more than a lot once in a while, a forkful of kimchi here, a glass of kombucha there. If you're new to it, start small and let your gut settle in.

  • Not exactly. A capsule gives you a few isolated strains. A plate of live fermented food gives you many microbes, plus the fibres and compounds that feed them, all wrapped up in real food. For most people, food is the simpler place to start.

  • It can, mildly. If you're not used to live cultures, a bit of bloating or gurgling is normal while your gut adjusts. Start with small amounts and build up. If something really doesn't agree with you, ease off and check with a professional.

Und was nun?

Lesen ist gut.
Schmecken ist besser

Du hast das nötige Wissen, um es zu verstehen. Jetzt musst du nur noch ein Glas in den Kühlschrank stellen oder selbst eins herstellen. So oder so, wir sind für dich da.

— Sara & David

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