Die besten lokalen Winterfrüchte der Schweiz: Apfel, Birne und Kiwi
Der Winter in der Schweiz bietet vielleicht keine riesige Auswahl an lokalem Obst und Gemüse, aber was er bietet, sind echte Perlen. Voller Nahrungsfasern, Vitamine und Geschmack, genau dann, wenn wir uns am meisten nach etwas Gemütlichem sehnen.
Hier sind 3 saisonale Früchte, die du diesen Winter in der Schweiz geniessen kannst:
Apfel
„Ein Apfel am Tag, mit dem Doktor keine Plag“, sagt ein altes Sprichwort. Das versprechen wir nicht, aber der Apfel hat einiges zu bieten.
Diese Frucht ist reich an löslichen Nahrungsfasern, vor allem an Pektin. Pektin sorgt übrigens auch dafür, dass Konfitüren und Kompotte fest werden.
Äpfel enthalten ausserdem Polyphenole aus der Familie der Flavonoide, darunter Quercetin, vor allem in der Schale. Forschende interessieren sich sehr für diese Stoffe und ihre Zusammenhänge mit der Darmmikrobiota, die Forschung dazu läuft. Tipp: Schale dranlassen!
Fun Fact: In der Schweiz gibt es rund 1200 Apfelsorten, und zwei Drittel der Ernte stammen aus nur drei Kantonen: Thurgau, Wallis und Waadt.
Birne
Birnen bestehen zu rund 84 % aus Wasser und sind deshalb besonders durststillend. Ihr natürlicher Zucker, der je nach Sorte und Reife variiert, sorgt für die Süsse.
Sie enthalten eine breite Palette an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, namentlich Kupfer, Vitamin C und Vitamin K.
Wie beim Apfel ist ihr grösster Trumpf der Gehalt an Nahrungsfasern: zwischen 2 und 3,5 g pro 100 g. Nahrungsfasern gehören zu einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung.
Kleiner Hinweis, falls du empfindlich auf FODMAPs reagierst: Birnen enthalten Sorbit und Fruktose, Zuckerarten, die manche Menschen schlechter vertragen.
Fun Fact: Im Wallis werden Birnen in vier Gebieten angebaut: Siders-Sitten, Sitten-Riddes, Riddes-Martigny und Martigny-Vernayaz. Ein Birnbaum braucht vier Jahre sorgfältige Pflege, bevor er die ersten Früchte trägt, und erreicht seine volle Ernte erst nach sechs bis acht Jahren.
Kiwi
Kiwis liefern einiges an Kohlenhydraten: Rund 10 % der Frucht sind Kohlenhydrate, vor allem Fruktose und Glukose.
Bekannt sind sie aber vor allem für ihren Gehalt an Vitamin C, rund 80 mg pro 100 g. Ausserdem liefern sie Vitamin E und Provitamin A.
Eine Besonderheit der Kiwi ist ein spezielles Enzym: Actinidin. Es ist eine Protease, also ein Enzym, das Proteine in kleinere Moleküle aufspaltet. Darum wird ein Gelee mit frischer Kiwi nicht fest, und darum kommt sie manchmal in Marinaden zum Zartmachen zum Einsatz.
Fun Fact: Die grösste Kiwiproduktion der Schweiz liegt in Allaman (Waadt). Entgegen der landläufigen Meinung ist die Kiwi keine tropische Frucht. Die sehr robuste Pflanze stammt aus China, wächst in gemässigtem Klima und hält Temperaturen bis minus 15 Grad aus.
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Artikel geschrieben von der Ernährungsberaterin Aurelia Corbaz

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