Warum wir für unsere Fermente Bio-Zutaten verwenden
Bei Ragi beginnt jedes Kimchi, jeder Tempeh und jeder Kombucha mit Bio-Zutaten, viele davon hier in der Schweiz angebaut. Bio-Standards unterscheiden sich weltweit, aber grundsätzlich gilt für den biologischen Landbau:
Er verzichtet auf synthetische Pestizide und Kunstdünger. Stattdessen setzt er auf Mittel organischen Ursprungs wie Kompost, Mist oder Gründüngung.
Er verzichtet auf unnötige Zusatzstoffe wie Aromen und Farbstoffe oder auf Verfahren wie chemische Reifung oder Lebensmittelbestrahlung.
Er setzt auf Methoden wie Fruchtfolge und Mischkultur.
Er verwendet keine gentechnisch veränderten Pflanzen.

Was bedeutet biologischer Landbau konkret?

1. Umwelt
Biologischer Landbau verringert die Umweltbelastung, spart Wasser und Ressourcen, vermindert die Bodenerosion, erhöht die Bodenfruchtbarkeit und braucht weniger Energie. Eine Landwirtschaft ohne synthetische Pestizide ist auch besser für die Tiere, die in der Nähe leben.

2. Soziales
Eine Landwirtschaft ohne synthetische Pestizide ist auch besser für die Gemeinschaften, die in der Nähe der Höfe leben, und für die Gesundheit der Bäuerinnen und Bauern selbst.
3. Gesundheit
Über die langfristigen Auswirkungen von Bio-Lebensmitteln gibt es noch wenig wissenschaftliche Evidenz. Viele synthetische Pestizide haben jedoch neurotoxische Wirkungen gezeigt, und einige gelten als endokrine Disruptoren. Manche Studien bringen bestimmte Pestizide zudem mit negativen Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung von Kindern in Verbindung.

Einige Studien haben ausserdem gezeigt, dass Bio-Pflanzen mehr Polyphenole enthalten, weil Pflanzen ohne Kunstdünger mehr Ressourcen in ihre Abwehr stecken, statt einfach grösser zu werden. Zudem wurden bei ihnen weniger Pestizidrückstände und weniger Cadmium gefunden. Die Forschung dazu läuft.
4. Geschmack

Dass Bio-Lebensmittel besser schmecken als konventionelle, ist wissenschaftlich kaum belegt. Trotzdem haben Bio-Obst und Bio-Gemüse oft mehr Zeit, sich vor der Ernte zu entwickeln und zu reifen, und viele Menschen finden, dass sie frischer schmecken.
5. Fermentation
Es gibt zwei Hauptgründe, warum Bio-Zutaten bei der Fermentation einen Unterschied machen:
Einige der Ragis (die Mikroorganismen, die Lebensmittel in feine fermentierte Produkte verwandeln) sind ziemlich empfindlich gegenüber synthetischen Chemikalien, die den Fermentationsprozess stören können.
Die Ragis brauchen Futter zum Überleben, meist Zucker und Stärke. Wie Eltern bei ihren Kindern wollen wir unseren Ragis das beste Futter geben, damit sie gesund bleiben und Fermente in bester Qualität hervorbringen.

Das Ergebnis schmeckst du in unserem Schweizer Bio-Kimchi und unserem Kichererbsen-Tempeh, beide aus Bio-Zutaten.
Quellen:

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