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10 faszinierende Fakten über Tempeh, die du wahrscheinlich noch nicht kanntest

vor 8 Minuten
3 Min. Lesezeit

Tempeh hat einen weiten Weg hinter sich, von den Küchen Javas bis in Schweizer Kühlschränke. Ob du es schon liebst oder gerade erst neugierig wirst: Hier sind 10 faszinierende Fakten über Tempeh, über seine Geschichte, seine Herstellung, die Rolle der Fermentation und ein paar überraschende Zubereitungsideen.

Bio-Soja-Tempeh in Scheiben und Würfel geschnitten

10 Fakten über Tempeh

1. Es stammt aus Java, Indonesien

Tempeh wurde auf der Insel Java geboren, und schriftliche Erwähnungen reichen mehrere Jahrhunderte zurück. In Indonesien ist es bis heute ein Alltagsessen, das du auf Märkten, an Strassenständen und in Familienküchen findest.

2. Es ist ein Grundpfeiler der indonesischen Küche

In Indonesien wird Tempeh auf unzählige Arten gekocht: Tempeh goreng (frittiertes Tempeh), Tempeh bacem (in Palmzucker und Gewürzen geschmort) oder Sambal goreng tempeh (in scharfer Sauce gebraten). Unsere Favoriten haben wir in 9 authentische indonesische Tempeh-Gerichte gesammelt.

3. Ein Pilz macht die ganze Arbeit

Tempeh wird mit einem Schimmelpilz namens Rhizopus hergestellt (meist Rhizopus oligosporus oder Rhizopus oryzae). Er bildet ein dichtes weisses Geflecht aus Fäden, das sogenannte Myzel, um die gekochten Bohnen und verbindet sie zu einem festen Block. Er gehört wie Speisepilze zum Reich der Pilze, was einiges über den Geschmack von Tempeh erklärt.

4. Es geht schnell

Anders als Kimchi oder Miso, die Wochen oder Monate brauchen, fermentiert Tempeh in nur 24 bis 48 Stunden. Es braucht Wärme, rund 30 °C, und etwas Luft, damit der Pilz wachsen kann.

5. Es wird nicht nur aus Soja gemacht

Soja ist der Klassiker, aber praktisch jede Hülsenfrucht funktioniert. Bei Ragi machen wir Tempeh aus Kichererbsen, Sojabohnen, grünen Erbsen, gelben Erbsen und Linsen. Manche Hersteller geben auch Getreide wie Reis, Hirse oder Gerste dazu, für andere Texturen.

6. Die Fermentation verändert die Bohnen

Während der Fermentation baut der Pilz die Proteine und Kohlenhydrate der Bohnen teilweise ab. Das gibt Tempeh seine feste, schnittfeste Textur und seinen milden, nussigen Geschmack, ganz anders als ein Teller gewöhnlich gekochter Bohnen.

7. Es hat ein besonderes Aroma

Frisches Tempeh riecht erdig, nussig und leicht nach Pilzen. Mit zunehmender Reife wird das Aroma kräftiger, und manche vergleichen es mit der Rinde eines feinen Käses.

8. Schwarze Flecken sind normal

Graue oder schwarze Flecken auf Tempeh sind Sporen, eine natürliche Phase im Lebenszyklus des Pilzes, ein bisschen wie die dunklen Lamellen unter einem Champignon. Sie zeigen, dass das Tempeh reif und voller Geschmack ist, nicht dass es verdorben ist.

9. Ein proteinreiches Lebensmittel aus ganzen Bohnen

Weil die ganze Bohne verwendet wird, ist Tempeh eine gute Quelle für pflanzliches Protein und Nahrungsfasern. Soja-Tempeh enthält rund 18 bis 20 g Protein pro 100 g und liefert, wie Soja selbst, alle neun essenziellen Aminosäuren.

10. Ein Protein mit kleinem Fussabdruck

Hülsenfrüchte brauchen in der Regel viel weniger Land, Wasser und Energie als tierisches Protein, und sie reichern den Boden beim Wachsen mit Stickstoff an. Wird Tempeh aus lokalen Hülsenfrüchten gemacht, wie den Schweizer Bio-Erbsen und Kichererbsen, die wir verwenden, bleibt sein Fussabdruck klein.

Frisches Tempeh aus Lutry

Tempeh fermentiert im Inkubator bei Ragi

Bei Ragi gehen Geschmack, Qualität und Nachhaltigkeit Hand in Hand. Wir machen unser Tempeh jede Woche frisch in Lutry aus Bio-Hülsenfrüchten, wann immer möglich aus der Schweiz, und pasteurisieren es nie. Bewahre es im Kühlschrank auf und iss es innerhalb von 10 Tagen, oder friere es bis zu einem Jahr ein. Wir liefern es dir in der ganzen Schweiz bis vor die Haustür.

Probier unser Kichererbsen-Tempeh oder unser Beluga-Linsen-Tempeh, und falls du nicht weisst, was du zuerst kochen sollst: Unser Tempeh-Kochguide steckt voller Ideen.

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