Tempeh-FAQ: Die häufigsten Fragen zu Tempeh, beantwortet
Neugierig auf Tempeh, aber nicht ganz sicher, wo du anfangen sollst? Dann bist du hier genau richtig. In diesem Tempeh-FAQ beantworten wir die Fragen, die wir am häufigsten hören, an Märkten, per E-Mail und von unseren Kundinnen und Kunden in der ganzen Schweiz: was Tempeh ist, wie es hergestellt wird, wie du es kochst, wie lange es hält und was es mit den schwarzen Flecken auf sich hat.
Tempeh-Grundlagen
Was ist Tempeh?
Tempeh ist ein traditionelles Lebensmittel aus Java, Indonesien. Es besteht aus gekochten ganzen Bohnen, die mit einem Schimmelpilz fermentiert werden, bis sie sich zu einem festen Block verbinden. Es hat eine feste, schnittfeste Textur und einen nussigen, erdigen, leicht pilzigen Geschmack. Die ganze Geschichte liest du in Tempeh: Alles, was du wissen musst.
Wie wird Tempeh hergestellt?
Die Bohnen werden eingeweicht, geschält und gekocht und dann mit einer Tempeh-Starterkultur (einem Schimmelpilz namens Rhizopus) vermischt. Anschliessend kommen sie in Formen oder Beutel und werden bei rund 30 °C etwa 24 bis 48 Stunden warm gehalten. In dieser Zeit bildet der Pilz ein feines weisses Geflecht um die Bohnen und verbindet sie miteinander.
Wird Tempeh immer aus Soja gemacht?
Nein. Soja ist der Klassiker, aber praktisch jede Hülsenfrucht funktioniert. Bei Ragi machen wir Tempeh aus Kichererbsen, Sojabohnen, grünen Erbsen, gelben Erbsen und Linsen.
Ist Tempeh vegan?
Ja. Tempeh besteht ausschliesslich aus Pflanzlichem: Hülsenfrüchten, einer Starterkultur und, in unserem Fall, etwas Apfelessig.
Ist Tempeh glutenfrei?
Tempeh, das nur aus Hülsenfrüchten besteht, wie unseres, enthält keine glutenhaltigen Zutaten. Anderswo wird Tempeh teilweise mit Getreide wie Gerste oder Weizen hergestellt. Wenn du Gluten meidest, schau also immer aufs Etikett.
Ist Tempeh ein verarbeitetes Lebensmittel?
Tempeh ist nur minimal verarbeitet. Die Bohnen werden einfach gekocht und fermentiert, ohne Zusatzstoffe. Fermentation ist übrigens eine der ältesten Methoden überhaupt, Lebensmittel zuzubereiten.
Nährwerte
Welche Nährstoffe enthält Tempeh?
Tempeh ist eine gute Quelle für pflanzliches Protein (rund 18 bis 20 g pro 100 g bei Soja-Tempeh) und Nahrungsfasern, weil die ganze Bohne verwendet wird. Ausserdem enthält es von Natur aus Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium. Die genauen Werte hängen von der Hülsenfrucht ab, schau also auf der Produktseite des jeweiligen Tempeh nach.
Wie viel Tempeh kann ich essen?
Eine magische Zahl gibt es nicht. Tempeh ist ein Lebensmittel aus Hülsenfrüchten, geniesse es also als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung, genau wie Bohnen, Linsen oder Kichererbsen. Eine typische Portion sind rund 100 g pro Person.
Kochen mit Tempeh
Wie kocht man Tempeh?
Tempeh kannst du anbraten, backen, grillieren, dämpfen, zerbröselt in Saucen geben oder in Currys köcheln lassen. Es liebt Marinaden und Gewürze. Unser Tempeh-Kochguide zeigt dir die besten Methoden, und Rezepte wie unser Kimchi-Fried-Rice mit rauchigem Tempeh sind ein super Einstieg.
Muss ich Tempeh vor dem Kochen abkochen oder dämpfen?
Nur wenn es pasteurisiert ist. Pasteurisiertes Tempeh kann etwas bitter schmecken und ziemlich hart sein, da hilft es, es etwa 10 Minuten zu dämpfen oder köcheln zu lassen. Das Tempeh von Ragi ist frisch und unpasteurisiert, es hat diese Bitterkeit also nicht, und du kannst es direkt zubereiten.
Kann ich Tempeh roh essen?
Tempeh muss vor dem Essen gegart werden. Es ist ein bisschen wie bei Pilzen: Erst beim Kochen entfaltet es seinen vollen Geschmack und bekommt eine schöne goldbraune Kruste.
Lagerung und Frische
Wie lange hält Tempeh?
Frisches Tempeh hält sich im Kühlschrank etwa 10 Tage. Sein Geschmack wird mit der Zeit kräftiger, das ist völlig normal.
Kann ich Tempeh einfrieren?
Ja. Frisches Tempeh lässt sich sehr gut bis zu einem Jahr einfrieren. Taue es im Kühlschrank auf und verbrauche es innerhalb von ein, zwei Tagen. Einmal aufgetaut, bitte nicht wieder einfrieren.
Was sind die schwarzen Flecken auf meinem Tempeh?
Kein Grund zur Sorge. Schwarze oder graue Flecken sind Sporen, ein bisschen wie die dunklen Lamellen unter einem Pilzhut. Sie gehören ganz natürlich zum Lebenszyklus des Pilzes und zeigen einfach, dass das Tempeh gereift ist und einen kräftigeren Geschmack entwickelt hat.
Was ist der Unterschied zwischen pasteurisiertem und unpasteurisiertem Tempeh?
Pasteurisiertes Tempeh wird nach der Fermentation erhitzt, um es länger haltbar zu machen. Dadurch wird die Kultur gestoppt, und das Tempeh wird meist fester und manchmal leicht bitter. Unpasteurisiertes Tempeh wird frisch verkauft: Es ist weicher in der Textur und milder und nussiger im Geschmack, muss aber im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von etwa 10 Tagen gegessen (oder eingefroren) werden. Wir pasteurisieren unser Tempeh nicht, damit es seinen besten Geschmack und seine beste Textur behält.
Über das Tempeh von Ragi
Wird das Tempeh von Ragi aus gentechnisch veränderten Bohnen hergestellt?
Nein. Wir verwenden nur gentechnikfreie Bio-Hülsenfrüchte, wann immer möglich aus der Schweiz.
Wie viele Tempeh-Sorten macht ihr?
Wir machen Tempeh aus Kichererbsen, Sojabohnen, grünen Erbsen, gelben Erbsen und Linsen (darunter Beluga-Linsen). Welche Sorten verfügbar sind, hängt von unserem Produktionsplan ab. Schau also im Shop vorbei, um zu sehen, was diese Woche frisch ist.
Wo kann ich das Tempeh von Ragi kaufen?
Du kannst es frisch in unserem Onlineshop bestellen, mit Lieferung in die ganze Schweiz. Ausserdem findest du es in ausgewählten Partnerläden und Restaurants in der Romandie. Probier unser Kichererbsen-Tempeh oder Beluga-Linsen-Tempeh.
Wie entsorge ich den Tempeh-Beutel?
Unser Tempeh-Beutel ist kein Plastik. Er besteht aus pflanzlichen Materialien und ist kompostierbar, du kannst ihn also zu deinen Grünabfällen geben.
Noch Fragen?
Schreib uns, wir reden für unser Leben gern über Tempeh. Und falls du frisches, unpasteurisiertes Tempeh noch nicht probiert hast, ist jetzt der Moment: bestell deines hier und entdecke, wie mild und nussig es sein kann.

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