Tempeh-Kochguide: So schneidest, würzt und kochst du Tempeh
Du fragst dich, wie man Tempeh zubereitet? Ob du gerade deinen ersten Block gekauft hast oder nach neuen Ideen suchst, dieser Tempeh-Kochguide ist für dich. Wir zeigen dir, wie Tempeh schmeckt, wie du es am besten schneidest, wie du es würzt und welche Garmethoden am besten funktionieren, dazu jede Menge Ideen für den Einstieg.
Was ist Tempeh?
Tempeh ist ein traditionelles Lebensmittel aus Java, Indonesien. Es entsteht, indem gekochte Bohnen mit einer Pilzkultur, Rhizopus oligosporus oder Rhizopus oryzae, vermischt werden und dann ein bis zwei Tage fermentieren. Der Pilz bildet ein feines weisses Geflecht um die Bohnen und verbindet sie zu einem festen, kompakten Block.
Soja ist der Klassiker, aber praktisch jede Hülsenfrucht funktioniert. Bei Ragi machen wir Tempeh aus Kichererbsen, Sojabohnen, grünen Erbsen, gelben Erbsen und Linsen.
Dank seiner festen Textur und seinem Talent, Aromen aufzusaugen, ist Tempeh ein Liebling der veganen und vegetarischen Küche. Weil die ganze Bohne verwendet wird, ist es ausserdem eine gute Quelle für pflanzliches Protein und Nahrungsfasern. Willst du mehr wissen? Lies Tempeh: Alles, was du wissen musst oder unsere Tempeh-FAQ.
Wie schmeckt Tempeh?
Tempeh schmeckt mild, nussig und erdig, mit einem sanften, pilzartigen Umami.

Diese Tiefe verdankt es der Fermentation. Der genaue Geschmack hängt von der Hülsenfrucht ab, davon, wie reif das Tempeh ist, und ob es pasteurisiert wurde. Pasteurisiertes Tempeh kann leicht bitter sein, frisches, unpasteurisiertes Tempeh wie unseres ist milder und weicher.
Die Textur ist fest mit angenehmem Biss, und es nimmt Marinaden, Saucen und Gewürze wunderbar auf. Das macht es in der Küche sehr vielseitig.
So schneidest du Tempeh
Wie du Tempeh schneidest, verändert seine Textur, die Garzeit und wie viel Aroma es aufnimmt.
Würfel: Kleine Würfel garen gleichmässig und ergeben mundgerechte Stücke für Wokgerichte, Salate und Spiessli.
Scheiben: Dünne Scheiben, längs oder quer geschnitten, bieten viel Fläche zum Marinieren, Grillieren oder Anbraten. Perfekt in Sandwiches, auf Pizza oder als Burger-Alternative.
Streifen: Dünne Streifen sorgen für einen herzhaften Biss in Wokgerichten oder Fajitas.
Brösel: Zerbrösle Tempeh mit den Händen für eine hackfleischähnliche Textur, ideal für Tacos, Chili oder Pastasaucen.

So würzt du Tempeh
Marinaden: Mische Sojasauce, Zitrussaft (Zitrone oder Limette), einen Schuss Essig, Gewürze wie Knoblauch, Ingwer oder Paprika und etwas Süsse wie Ahornsirup oder Agavendicksaft. Lass das Tempeh mindestens 30 Minuten darin ziehen, oder länger für einen intensiveren Geschmack.
Saucen und Glasuren: Bestreiche das Tempeh während des Garens mit einer Sauce. Barbecuesauce, Teriyaki, Hoisin oder eine Balsamico-Glasur passen alle gut.
Gewürzmischungen: Wende das Tempeh in einer trockenen Gewürzmischung, etwa mit Kreuzkümmel, Chilipulver, geräuchertem Paprika, Kurkuma und schwarzem Pfeffer.
Asiatische Aromen: Tempeh liebt Sojasauce, Tamari, Miso, Ingwer, Knoblauch und Sesamöl. Mit Zitronengras, Sriracha oder Kokosmilch bekommt es einen südostasiatischen Twist.
Rauchige Noten: Ein paar Tropfen Flüssigrauch oder eine grosszügige Prise geräucherter Paprika sorgen für Barbecue-Feeling.
Kräuter und Gewürze: Thymian, Rosmarin, Oregano, Basilikum oder Currypulver bringen kräftige, markante Aromen.
Pass die Würzung deinem Geschmack und dem Gericht an. Trau dich, zu kombinieren, bis du deine Lieblingsmischung gefunden hast.

So kochst du Tempeh: die besten Methoden
Anbraten: Erhitze etwas Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze und brate das Tempeh von beiden Seiten goldbraun und knusprig, etwa 3 bis 4 Minuten pro Seite. So kommt sein nussiger Geschmack richtig zur Geltung.
Backen: Lege Tempeh in Scheiben oder Würfeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech, bestreiche es mit Öl oder Marinade und backe es bei rund 190 °C während 20 bis 25 Minuten goldbraun. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
Grillieren: Mariniere das Tempeh und gare es dann auf dem Grill oder in der Grillpfanne, für ein rauchiges Aroma und schöne Grillstreifen.
Dämpfen: Dämpfe Tempeh 10 bis 15 Minuten für eine weichere, mildere Textur. Das lohnt sich bei pasteurisiertem Tempeh, weil es die Bitterkeit nimmt. Frisches Tempeh wie unseres braucht das nicht.
Im Wok: Schneide Tempeh in kleine Stücke und brate es mit Gemüse und Sauce im heissen Wok, so nimmt es alle Aromen auf.
Köcheln: Lass Tempeh in einer schmackhaften Bouillon oder Sauce köcheln, perfekt für Eintöpfe, Currys und Schmorgerichte.

9 einfache Ideen für Tempeh
Tempeh-Bites: Mariniere kleine Würfel und brate, backe oder frittiere sie im Airfryer, bis sie knusprig sind. Ein toller Snack oder Apéro.
Tempeh als Pizzabelag: Zerbrösle Tempeh oder schneide es in dünne Scheiben und verteile es auf deiner Pizza, für einen herzhaften, proteinreichen Belag.
Tempeh im Dessert: Ja, wirklich. Püriertes Tempeh gibt einer Schokoladenmousse oder einem veganen Cheesecake mehr Fülle.
Tempeh-«Fisch»: Mariniere Tempeh mit Algen wie Nori, Sojasauce und Zitrone für einen Hauch Meer. Super in veganen Fisch-Tacos oder Sandwiches.
Tempeh-Spiessli: Stecke Würfel abwechselnd mit Gemüse auf Spiesse und grilliere oder backe sie.
Tempeh-Frühstücks-Hash: Brate zerbröseltes Tempeh mit Kartoffelwürfeln, Zwiebeln, Peperoni und Gewürzen für ein herzhaftes Frühstück.
Gefüllte Peperoni mit Tempeh: Mische zerbröseltes Tempeh mit Getreide, Gemüse und Gewürzen, fülle es in Peperoni und backe sie, bis sie weich sind.
Tempeh-Satay: Mariniere Tempeh in Gewürzen, Erdnussbutter und Kokosmilch, grilliere es dann am Spiess und serviere es mit extra Erdnusssauce.
Tempeh-Croûtons: Brate kleine Würfel goldbraun und knusprig an und streue sie über Salate, Suppen oder Ofengemüse.
Lust auf ein komplettes Rezept? Probier unseren Kimchi-Fried-Rice mit rauchigem Tempeh.
Bereit zum Kochen?
Jetzt weisst du, wie du Tempeh schneidest, würzt und zubereitest. Zeit, kreativ zu werden! Das Tempeh von Ragi wird jede Woche frisch in Lutry aus Bio-Hülsenfrüchten hergestellt und nie pasteurisiert. Bewahre es im Kühlschrank auf und iss es innerhalb von 10 Tagen, oder friere es bis zu einem Jahr ein. Probier unser Tempeh aus grünen Erbsen oder unser Kichererbsen-Tempeh.

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